Come, come, whoever you are Wanderer, worshipper, lover of leaving It doesn't matter. Ours is not a caravan of despair Come, even if you have broken your vow a thousand times Come,yet again, come,come. Rumi
 Come, come, whoever you areWanderer, worshipper, lover of leaving It doesn't matter. Ours is not a caravan of despair Come, even if you have broken your vow a thousand timesCome,yet again, come,come.Rumi                                                   

 

Das „ich“ als getrennte Person ist eine Illusion

 

 

Auf die gleiche Weise wie bei der Überprüfung von Raum und Zeit werden wir nun erforschen ob ein „ich“, also eine Person, die geboren wurde und sterben wird - und für die Du Dich bis jetzt wahrscheinlich gehalten hast tatsächlich existieren kann. Wie bei jeder vorangegangenen Untersuchung ob etwas tatsächlich real sein kann, überprüfen wir nun ob dieses „ich“ zu jeder Zeit lokalisierbar, zu jeder Zeit also immer erfahrbar und somit real ist.

Wir müssen uns wieder vergegenwärtigen, dass wir uns nicht von unseren Gedanken und Konzepten, also von allem was wir bisher dachten, leiten lassen können. Nichts könnte schädlicher sein als darüber nachzudenken ob ein „ich“ existiert oder nicht. Dies käme dem Austreiben des Teufels mit dem Beelzebub gleich. Wir müssen dies vollkommen unvoreingenommen selbst überprüfen und mit wirklicher Neugier untersuchen. Nur so ist es möglich eine wirkliche Antwort darauf zu finden.

Setze Dich wie immer entspannt an einen Ort wo Du Dich sicher und ungestört fühlst. Beginne wieder Deine Aufmerksamkeit auf Deine Wahrnehmungen zu richten und frage Dich nun wo das „ich“ sein könnte um welches sich Deine Erforschung dreht. Egal was nun auftaucht, sei es ein Gedanke, ein Bild, ein Gefühl oder eine Mischung aus allem, betrachte es still und frage Dich, ob das die Person sein kann deren Existenz-Beweis Du suchst.

Nehmen wir ein Beispiel: Dein Name taucht auf, er kann als geschriebenes Wort oder so, als ob Du ihn hören würdest erscheinen. Betrachte den Namen also genau und frage Dich: ist das die Person? Ist das, was Du wahrnimmst das „ich“? Schau genau hin und entscheide. Kommst Du zu dem Schluss, dass ein Name nicht die Person sein kann sondern nur ein Wort, welches auf etwas hinweist, geh weiter zur nächsten Wahrnehmung. Vielleicht taucht ein körperliches Gefühl auf. Betrachte dieses Gefühl ohne es beeinflussen oder bewerten zu wollen und frage Dich: ist dieses Gefühl das „ich“ welches ich suche?

Lass Dir Zeit und betrachte alles was als Antwort auftauchen will gelassen und in Ruhe. Lass jedes Mal wenn Du zu dem Schluss gekommen bist, dass dieses oder jenes nicht Dein ich sein kann diese Idee los und suche weiter. Vielleicht taucht bei Deiner Erforschung des „ich“ ein ganzes Bündel von Bildern, Gedanken, Gefühlen und Emotionen auf. Diese Bündel sind die Identifikation und ein Grund dafür, dass diese Illusion so real erscheinen kann. Lass Dich also nicht entmutigen nach und nach, Stück für Stück, die auftauchenden Konzepte voneinander zu trennen und zu untersuchen.

Schon im Laufe eines einzigen Tages gibt es unzählige Momente, in denen nicht einmal die Idee eines „ich“ auftaucht. Nichts ist dabei anders, außer dass kein Gedanke, Gefühl oder Bild von „ich“ da ist. Wenn du schlafen gehst lässt Du es mit großer Freude zu, dass die Idee von „ich“ komplett verschwindet. Die besten und erholsamsten Nächte, die wir erleben, sind die ohne den Gedanken „ich“. Und es gibt niemanden, der diesen Zustand nicht genießt. Im Klartext heißt das: Das was Du bist braucht gar kein „ich“! Es ist für das was Du bist unwichtig.

Am Anfang kann es schwierig erscheinen die einzelnen Ideen und Konzepte, die in Dir auftauchen, in Ruhe zu betrachten und wahrscheinlich wird es einige Wiederholungen und Übung brauchen bis Du tatsächlich davon überzeugt sein wirst, dass dieses scheinbare „ich“ eben nicht zu finden ist - und deswegen auch nicht real sein kann. Schließlich hast Du seit Du denken kannst diese Idee eingeübt und verfestigt. Unsere ganze Gesellschaft basiert auf dieser Annahme, und diese in Frage zu stellen erfordert eine große Portion an Mut und Vertrauen.

 

 

Vielleicht werden, wenn Du Dich mit dieser Art der Erforschung beschäftigst, zahlreiche Glaubenssätze - und den damit verbundenen Emotionen über diese Person , für die Du Dich gehalten hast - an die Oberfläche kommen, um von Dir überprüft und verworfen zu werden.

Es kann sein, dass die Erfahrung von „ich bin keine Person“ begleitet von Gefühl von Freiheit und Frieden – mit der Erfahrung  „ich bin eine Person“ und dem leidvollen Gefühl von Getrenntheit und Leid im Wechsel erfahren wird.

Halte Dir vor Augen: all die Gedanken, Bilder, Gefühle und Emotionen sind dazu geschaffen die perfekte Illusion von Trennung und Individualität erleben zu können.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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